Die Pietra Serena in Florenz

testata pietra serena uffizi

Wer Florenz besichtigt, wird in vielen Kirchen und Palästen aus der Renaissance Zeit grauen Marmor sehen, ein wirklich sehr elegantes und wunderschönes  Material.

Dieser graue “Marmor”  ist eigentlich kein Marmor sondern ein Sandstein, er wird  Pietra Serena genannt und stammt aus Steinbrüchen der Toskana. Dieses Material prägte die Florentiner Renaissance, es wurde von Architekten bzw. Bildhauern wie Brunelleschi und Donatello verwendet und schmückt heute viele Gebäude der toskanischen Landeshauptstadt.  

Die Städte Siena und Arezzo sind natürlich ebenso bedeutend, aber im Florentiner Museum “Uffizi” können Sie die herrliche Treppe von Vasari bewundern oder sich im Inneren der Basilika San Lorenzo die eleganten Säulen ansehen. Die Treppe von  Michelangelo in der angrenzenden Bibliothek Medicea Laurenziana ist auch einen Besuch wert. Wie wir bereits erwähnten, ist Pietra Serena kein Marmor, sondern ein im geologischen Zeitalter durch Ablagerung von Sandschichten entstandener Sedimentstein.  Der Naturstein hat eine graue Farbe mit mittelgrober bis grober Körnung. Seine relativ homogene und kompakte Oberfläche weist glitzernde Pünktchen, d.h. kleine Glimmerkristalle, auf.   

Sowohl die Etrusker, als auch die Römer verwendeten diesen Naturstein, aber auch im Mittelalter und vor allem in der Renaissance war er ein sehr beliebtes Baumaterial.  Wenn man sich also für Pietra Serena im Eigenheim entscheidet, holt man sich ein Stück Kunstgeschichte ins Haus.  Von der Verwendung im Außenbereich wird abgeraten, da der Stein nicht besonders witterungsbeständig bzw. nicht frostfest ist, denn Frost lässt den Stein brüchig werden. Im Innenbereich gibt es jedoch zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Die Architekturgeschichte lehrt uns, dass Treppen aus Pietra Serena besonders elegant und schön sind,  aber er eignet sich auch als Bodenbelag oder Einrichtungselement sowie als Säule oder Dekorleiste.  Mit seiner delikaten Farbe passt er eigentlich zu jedem Einrichtungsstil. 

Im Florenz des sechzehnten Jahrhunderts diente dieser Naturstein als Kontrastelement zur weißen Farbe der Wände, der Rahmen und des Stucks. Nicht nur in den bereits erwähnten Gebäuden finden wir ihn, sondern auch in der Florentiner Kirche Ognissanti. Pietra Serena wird auch heute noch für eine raffinierte und elegante Inneinrichtung empfohlen.

45055723 2138631306150164 5995240296097513472 N
45063138 2138707279475900 2365751351952015360 O
45089354 2138824682797493 3568864011883642880 O
45140230 2138806972799264 4065078252358598656 O
45227971 2138634729483155 7990673473229815808 N
45043759 2138631226150172 8929453904232448000 O