Marinace: Das Flussbett aus Steinen

marinace"Marinace gehört zu einer Granitgruppe aus Brasilien.  In unserem Lager stehen, abgesehen von den bereits erwähnten Marinace Gold, Marinace Nero und Marinace Verde, auch Marinace Rosso."

Als Kind mussten wir Feuersteine aus der Etsch holen, wenn der Fluss ruhig war und er weniger Wasser führte. Wir bewegten uns auf einem breiten Strand aus abgerundeten Kieselsteinen, grauen, sandigen Schlamm und Moos. Dieses Erlebnis fällt mir ein, wenn ich Marinace Verde,  Marinace Nero oder Marinace Gold betrachte.

Je nach Art des Marinace, heben sich von einem farblich relativ gleichmäßigen Hintergrund tausende versteinerte Kiesel in allen möglichen Farben und Formen ab.  Sehen Sie sich die Fotos an und versuchen Sie sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass Marinace kein künstliches, sondern ein ganz natürliches Material ist. Es wurde nicht extra hergestellt,  zumindest nicht von menschlicher Hand. Der Mensch hat nur Hand angelegt, um diesen Stein abzubauen, zu schneiden, zu polieren….  Marinace müsste aufgrund seiner Merkmale zur Granitgruppe gehören. Er ist sehr hart, sogar härter als Granit und witterungsresistent wie Granit…  

…Aber er ist kein Granit; kein eruptives Gestein.  Tatsächlich ist er ein Konglomerat  und Konglomerate sind sedimentäre Gesteine, die sich aus einzelnen abgerundeten Steinen zusammensetzen  (sogenannte „klastische Sedimentgesteine“), die von der Natur mit einem feinkörnigeren Material zementiert wurden, das die Geologen Matrix nennen. 

Marinace ist ein polymiktisches Konglomerat, d.h. es besteht aus unterschiedlich großen Kieseln. Das bedeutet eine Vielzahl von Steinen, die aus unterschiedlichen Mineralien bestehen. Seine charakteristische Struktur erhält der Naturstein durch die Glazialerosion. Stellen Sie sich einen riesigen Gletscher vor, der tausende von Metern bzw. hunderte von Kilometern hoch und etliche Meter breit ist.  

Ein Gletscher ist immer in Bewegung und verändert sich langsam, bewegt sich vom Berg zum Tal.  Während dieser langsamen aber stetigen Bewegungen reißt der Gletscher hier und da große Teile vom Berg, die er mit enormer Kraft sprengt, zerbröckelt, mit sich wälzt, vermischt, abrundet und glättet, bis relativ große, runde Gesteinsbruchstücke entstehen: die Klasten. Seine unaufhörliche Betriebsamkeit bringt auch ganz kleine, mikroskopische Stückchen hervor, die einen  Sandschlamm bilden und dann zu Matrix werden. Erreicht der Gletscher  flachere Teile, schmilzt das Eis und es entstehen die Moränen,  der Schuttabladeplatz des Gletschers für Schlamm und Steine. Die Steine, die sogenannten Klasten, bleiben im Schlamm/in der Matrix stecken und werden von der Schlammmasse bedeckt.  

Man nehme noch extrem hohen Druck, ein fürchterliches Erdbeben ab und zu, das die Masse kräftig durchschüttelt, und die Auf- und Ab Bewegungen der Erdkruste im Lauf einiger Millionen Jahren…. und fertig ist unser Marinace! 

Jetzt müssen Sie nur noch etwas Geduld haben, während wir den Stein schneiden und bearbeiten, danach können Sie ihn z.B. als Küchenarbeitsplatte oder Badauflage verlegen.

Keine Angst, die Platten weisen unzählige Farbkombinationen auf, deshalb werden Sie ohne Schwierigkeiten die passende Farbe für Ihre Möbel, Böden und Verkleidungen finden.